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„Was für ein Vertrauen“ - Kirchentag in Dortmund

Alle zwei Jahre wird eine deutsche Stadt zum Treffpunkt von evangelischen Christinnen und Christen aus ganz Deutschland. Es ist wieder Kirchentag angesagt. In diesem Jahr fluteten knapp 121.000 Menschen die Stadt Dortmund. Auch das Evangelische Dekanat Ingelheim-Oppenheim war mit 85 Personen angereist, darunter auch Pfr. Simon Ahäuser mit Jugendlichen und Erwachsenen aus unseren Kirchengemeinden.

Für jeden und jede war etwas dabei. Unter der biblischen Losung „Was für ein Vertrauen“ gab es hunderte von Konzerten, Gottesdienste und Diskussionen für jung und alt. Wer sich austoben wollte, ging in das Zentrum Jugend und wer über den immer offeneren Umgang mit Homosexualität in der Kirchen erfahren wollte, diskutierte im Zentrum Regenbogen.

Von Mittwoch bis Sonntag verwandelte sich die Stadt Dortmund in eine bunte Stadt. Zwar kam gerade der Nahverkehr stark an seine Grenzen, doch die Stimmung blieb friedlich. Nicht selten vernahm man aus den U-Bahnen auch Musik und Gesang von Kirchentagsteilnehmenden.
Eine ansteckende gute Laune, die Lust auf Kirche macht.

Auch politisch wurden Zeichen gesetzt: An großen Podien und Gottesdiensten nahmen bspw. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel teil, auch Juso-Chef Kevin Kühnert und der Vorsitzende der Bündnis 90 / Die Grünen Robert Habeck diskutierten mit.
Inhaltlich wurden die Verantwortlichen des Kirchentags überraschend deutlich. Für die Ertrunkenen im Mittelmeer läuteten die Kirchenglocken der Reinoldikirche, bei einem der drei Eröffnungsgottesdienste sprach eine Rumänin über den schwierigen Weg zu freien Wahlen in ihrem Land. Auch der Klimawandel wurde an vielen Orten thematisiert.
Den Höhepunkt setze dann die Pfarrerin Sandra Bils in ihrer Predigt beim Abschlussgottesdienste im Signal-Iduna Stadion. Das Retten von Leben sei kein Verbrechen, sondern Christenpflicht. „Man lässt keine Menschen ertrinken. Punkt!“ Für Christinnen und Christen sei die Zeit in dieser Welt ganz und gar nicht vorbei, denn sie würden gebraucht – mehr denn je. Ein starkes politisches Signal, der vom Kirchentag ausgeht.

Nach dem Kirchentag ist nun auch wieder vor dem Kirchentag – 2020 folgt der Jugendkirchentag unserer Landeskirche in Wiesbaden, 2021 findet dann der ökumenische Kirchentag in Frankfurt statt. Auch wieder mit Dienheim und Oppenheim.

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